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Podiumsdiskussion zum 100jährigen Bestehen von Sprachheilschulen in Hamburg

 

Sprachheilschulen in Hamburg -

eine 100 jährige Erfolgsgeschichte

 

Die Geschichte der speziellen Beschu- lung von sprachbehinderten Kindern begann in Hamburg, der "Wiege der Sprachheilpädagogik", mit der Gründung der ersten Sprachheilklasse im Jahre 1912. Schnell entwickelten sich daraus eigenständige Sprachheilschulen, die mit ihren über die ganze Stadt verteilten Hauptstandorten und Zweigstellen bis heute für ein hochqualifiziertes, wohn- ortnahes Hilfeangebot sorgen, vom Sprachheilkindergarten über den Grundschulbereich bis hin zum Haupt- oder Realschulabschluss.

 

Konzipiert als Durchgangsschulen, haben die Hamburger Sprachheilschulen in diesen 100 Jahren schon viele tausend sprachbeeinträchtigte Schüler erfolgreich integriert: in Regelschulen, in Berufsausbildungen - in ein unabhängiges, selbstbestimmtes Leben; indem sie ihren Schülern durch intensive individuelle Zuwendung im therapeutischen Unterricht, in Einzeltherapie und vielen weiteren Unterstützungsmaßnahmen zur Überwindung oder Kompensation ihrer Sprachbehinderung und so zur Entfaltung ihrer persönlichen Potentiale verhalfen.


Ein Anlass zur Würdigung der großen Integrationsleistungen dieser besonderen Schulen an Schülern mit besonderen Problemen; ein Anlass auch für Rückblick und vor allem Ausblick auf die durch die aktuelle Schulpolitik gefährdete Zukunft dieser wertvollen Schulen, fanden auch die Kolleginnen und Kollegen der Sprachheilschule Reinbeker Redder und luden am 13. September 2012 zu einem Festabend mit Vortrag- und Podiumsdiskussion ein.
 
Thema: "Förderschwerpunkt Sprache und Inklusion"

 

Hier der Bericht der Veranstalter:


Der Abend wurde durch einen Vortrag von Prof. Dr. Ulrich von Knebel, Humboldt-Universität Berlin, zum Thema "Anforderungen an sprachbehindertenpädagogische Professionalität" eröffnet.

 

 

 

Anschließend wurde auf dem kompetent besetzten Podium über aktuelle Fragen zur sonderpädagogischen Förderung unter Inklusionsbedingungen in Hamburg diskutiert. Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen des Podiums schlossen sich zwar inhaltlich weitestgehend den anspruchsvollen Kriterien gelingender Förderung aus dem Vortrag an.


Wesentliche Fragen zum Verhältnis von sprachheilpädagogischer Förderung und Inklusion blieben jedoch offen: Z.B.
 
- Was wird aus der im Schulgesetz garantierten Wahlfreiheit der Eltern, wenn der Standort des nächsten Bildungs- und Beratungszentrums (ReBBZ) weiter entfernt liegt?


- Wie werden Kinder im Bereich Sprache sonderpädagogisch gefördert ohne Sprachheilpädagogen an der Schule?


- Wie wird eine individuelle sonderpädagogische Förderung bei einem Kind bei pauschaler Stundenzuweisung für die inklusive Schule garantiert?
 
Diese Fragen richteten sich vor allem an die Adresse der Schulbehörde. Die auf dem Podium vertretene behördliche Position blieb aber nur vage und allgemein. Der Hinweis, dass Inklusion eine Gemeinschaftsaufgabe sei, bei der alle aufgefordert sind mitzutun, hinterließ angesichts der behördlichen Rahmensetzungen eher fragende Blicke als Aufbruchstimmung.

 


v. l.: Moderator Dieter Lünse, Petra Demmin (Leitg. Inklusionsschule Heinrich Wolgast), Dr. Angela Ehlers (BSB, Leitg. Abt. Inklusion), Kristine Leites (dgs-Vors. HH), Brigitte Schulz (Leitg. SHS Bernstorffstr.), Prof. Dr. Ulrich v. Knebel (Humboldt-Univ. Berlin), Enno Bornfleth (vds-Vors. HH, Leitg. IF Eimsbüttel)