Landesgruppe Baden-Württemberg

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Aktuelles

Montag, 26.07.2010, 15:55

Rückblick: Fachtag an der PH Ludwigsburg

Am 07.11.2022 fand an der Pädagogischen Hochschule in Ludwigsburg ein Fachtag zum Thema „Sprachfördernder Unterricht in der Sekundarstufe 1“ statt. Diese Veranstaltung wurde in Kooperation mit dem ZSL (Zentrum für Schulqualität und Lehrerbildung), der dgs (Ladengruppe Baden-Württemberg) und der Pädagogischen Hochschule (PH) Ludwigsburg durchgeführt und richtete sich auch an Lehrkräfte allgemeiner Schulen ohne sonderpädagogische Ausbildung im Förderschwerpunkt Sprache.

Zu diesem Fachtag hatten sich ca. 90 Personen aus unterschiedlichen Schularten angemeldet. Nach der Eröffnung durch Prof. Dr. Jörg Keßler (PH Ludwigsburg), Michael Kilper (ZSL) und Dr. Anja Theisel (dgs) konnte in das vielversprechende Programm gestartet werden. Die Keynote des Vormittages richtete Dr. Birgit Werner zum Thema „Mathematik und Sprache“ aus. Danach folgten drei Workshops: Ellen Bastians („Sprachförderung in allen Unterrichtsfächern der Sekundarstufe I mit dem Fach-/Wortschatz-Lernstrategie-Training (FWLT)“) Dr. Franziska Schlamp-Diekmann („Schriftsprache in der Sekundarstufe individuell fördern“) und Kerstin Rimpau („Einsatz digitaler Medien im Unterricht“) ermöglichten den TeilnehmerInnen einen praxisorientierten Einblick mit vielfältigen sprachfördernden Ideen für den Unterricht. Die kulinarische Stärkung über Mittag erfolgte über das Café Milchschaum des Sprachheilzentrums Calw – vielen Dank an die SchülerInnen für das leckere Catering! Am Nachmittag referierte Dr. Christoph Schiefele über Lernbarrieren im Unterricht und leitete in die zweite Workshopphase ein. Die TeilnehmerInnen konnten – wie am Vormittag – einen der drei Workshops frei wählen.

Im Nachgang soll eine Fortbildungsreihe entwickelt und geplant werden, welche den sprachlichen Förderschwerpunkt mit der Sekundarstufe 1 enger verzahnt. Folgende Module sind möglich: Sprachentwicklung in Erst- und Zweitsprache, (Schrift-) Sprachstörungen im Überblick, Wortschatz, Sprache im Fachunterricht, Schriftsprache und Nachteilsausgleich sowie Hospitationen an einem Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentrum (SBBZ).

 

Dgs Bundeskongress in Berlin

Vom 22. – 24. September 2022 fand der 34. Bundeskongress der dgs in Berlin statt. Nach vier Jahren – der letzte Bundeskongress tagte 2018 in Rostock - genossen es der Hauptvorstand, die 17 Landesgruppen sowie weitere interessierte TeilnehmerInnen, wieder in Präsenz zusammenzukommen. Das vielfältige Programm wurde durch das Thema „Sprachentwicklung im Dialog – Digitalität * Kommunikation * Partizipation“ umrahmt.

 

Die dgs Baden-Württemberg war durch 10 Delegierte vertreten. Auch die anderen Landesgruppen reisten in großer Zahl an.

 

Am 22. September eröffnete Gerhard Zupp, Bundesvorsitzender, die Delegiertenversammlung im Atrium des Tagungs- und Kongresszentrums Reinhardtstraßenhöfe. Am Nachmittag fanden die ersten präsenten Workshops in der Humboldt-Universität zu Berlin statt – bereits zwei Tage zuvor liefen Seminare im Online-Modus. Am Abend genossen die Teilnehmenden ein festliches Zusammenkommen bei der Eröffnung und Preisverleihung im Roten Rathaus.

Der 23. und 24. September waren von fachlichen Impulsen, Vorträgen und Diskussionen geprägt. In vielfältigen, teilweise hybriden Keynotes und Sessions wurden die neusten wissenschaftlichen Erkenntnisse der Sprachheilpädagogik vermittelt. In den lebhaften Workshops konnten die TeilnehmerInnen das neue Wissen in die Praxis umsetzen und viele Anregungen mit nach Hause nehmen.

 

Mit dem Tagungsabschluss übergab der Vorstand der dgs in Berlin die Planung des nächsten Bundeskongresses der nun verantwortlichen Landesgruppe: Baden-Württemberg!

Wir freuen uns auf ein Wiedersehen in Heidelberg und steigen in die Planung ein.

 

Fachtag: "Sprachfördernder Unterricht in der Sek 1"

Am Freitag, den 07.10.2022 findet an der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg ein Fachtag in Kooperation mit dem ZSL (Zentrum für Schulqualität und Lehrerbildung), der dgs (Ladengruppe Baden-Würrtemberg) und der PH (Pädagogischen Hochschule) Ludwigsburg statt.

Im Mittelpunkt steht das Thema "Sprachförderner Unterricht in der Sekundarstufe 1". Für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind die vielfältigen Vorträge dazu kostenlos!

 

Die Anmeldung ist möglich unter:

https://lfbo.kultus-bw.de/lfb/termine/6PX8J

 

Für Personen ohne Zugang zu LfB-online ist die Anmeldung über folgenden Link möglich:

https://oft.kultus-bw.de/veranstaltung/4bba7801080042caba6411044b5654c2

 

Hier finden Sie den Flyer mit dem vollständigen Programm.

 

 


Rückblick: Online Fortbildung von Dr. Lilli Wagner

 

Am 23. und 24. Juni 2022 fand eine Fortbildung mit Frau Dr. Lilli Wagner zum Thema „Diagnostik, Therapie und Elternberatung bei mehrsprachigen Kindern“ statt.

 

Frau Dr. Wagner hat mehrjährige Erfahrung als Dozentin und Fortbildnerin zum Thema Mehrsprachigkeit. Da die Fortbildung online angeboten wurde, nahmen Teilnehmer*innen aus ganz Baden-Württemberg teil.

Nach einem kurzen theoretischen Teil, in dem es um die Formen des Zweitspracherwerbes und die Besonderheiten der mehrsprachigen Entwicklung ging, erläuterte sie die Möglichkeiten der Anamnese und Elterninformation in der Muttersprache vor. Außerdem stellte das Verfahren SCREENIKS (Wagner, 2014) vor, das eine zeitökonomische Erfassung des individuellen Sprachentwicklungsstandes bei 4-8-jährigen ein- und mehrsprachigen Kindern ermöglicht.

Neben allgemeinen Hinweisen zum therapeutischen Umgang mit zweisprachigen Kindern zeigte sie einige wichtige Aspekte in der Elternberatung an Fallbeispielen.

Trotz des Online-Formates kam es zu einem interessanten und gewinnbringenden Austausch unter den Teilnehmer*innen.

 

Einen herzlichen Dank an Frau Dr. Wagner für die gelungene Veranstaltung!

 

 

Austausch zwischen dem ZSL und der dgs

 

Am 18.03.2022 fand ein digitaler Austausch zwischen dem Zentrum für Schulqualität und Lehrerbildung (ZSL), vertreten durch den Präsidenten Dr. Thomas Riecke-Baulecke, den Leiter des Referates Sonderpädagogik Herrn Thomas Stöppler sowie die Mitarbeiterin Silke Angst, und der Deutschen Gesellschaft für Sprachheilpädagogik (dgs), vertreten durch Dr. Anja Theisel, Prof. Dr. Margit Berg, Kristina Brune und Eva Mühlbacher statt. Angestrebt wird ein jährlicher Austausch zwischen dem ZSL und den sonderpädagogischen Fachverbänden zu aktuellen Fragestellungen im Kontext der Bildung von Kindern mit unterschiedlichen Beeinträchtigungen in Baden-Württemberg.

 

Hier lesen Sie mehr zu den Inhalten dieses Gesprächs.

 

 

Stellungnahme zu einem Fachgespräch

Die dgs bezieht Stellung zum Fachgespräch "Wirksamer Unterricht in der Sonderpädagogik". Diese Stellungnahme vom 03.02.2022 finden Sie hier.

 

 

Parlamentarischer Abend

Die vier sonderpädagogischen Fachverbände BDH, VBS, vds und dgs haben sich am 20. Oktober 2021 getroffen und das Thema "Die beste Bildung für alle: Qualität und Professionalisierung zur Sicherung von Teilhabe" in den Mittelpunkt gestellt. Das Protokoll dazu finden Sie hier.

 

 

Vorstandssitzung 2021

Der neu gewählte dgs Vorstand hat am 23.10.2021 in Stuttgart ganztätig und produtiv getagt.




Rückblick SprachHeilbronner Tage 2021

 

Den Rückblick auf die erfolgreichen SprachHeilbronner Tage 2021 finden Sie hier.




Mitgliederversammlung 2021

Am 08. und 09. Oktober 2021 fanden die SprachHeilbronner Tage statt.

Bei der Mitgliederversammlung, welche nach dem Fortbilungstag am 08. Oktober stattfand, wurde der bisherige Vorstand in seinem Amt bestätigt. Der Vorstand wurde einstimmig neu gewählt. Sehr erfreulich war, dass zwei weitere Vorstandmitglieder gewonnen werden konnten: Sarah Imhof (Studentische Vertretung) und Layla Liebe (Beisitzerin für besondere Aufgaben).

Der neue Vorstand trifft sich im Oktober, um weitere Aktivitäten der dgs zu planen.

 

 

SprachHeilbronner Tage 2021

 

Die SprachHeilbronner Tage 2021 liegen vor uns und werden am 08. und 09. Oktober stattfinden.

Aufgrund der unklaren Entwicklung der Pandemie wird das vielfältige Programm digital angeboten.

Bitte melden Sie sich dazu bis zum 01. Oktober 2021 an.

 

Den Flyer mit den diesjährigen Vorträgen und Workshops finden Sie hier.

Hier geht es direkt zur Anmeldung.

 

 



Mitteilungsblatt Juli 2021

Das aktuelle Mitteilungsblatt vom Juli 2021 finden Sie hier.

Darin enthalten sind die Infos zu den diesjährigen SprachHeilbronner Tagen im Oktober.

 

 

Austausch zwischen dem ZSL und der dgs

Am 26.04.2021 fand ein digitaler Austausch zwischen dem ZSL (Zentrum für Schulqualität und Lehrerbildung) und der dgs statt.

Das ZSL wurde vertreten durch den Präsidenten Dr. Thomas Riecke-Baulecke und den Leiter des Referates Sonderpädagogik Thomas Stöppler. Für die dgs sprachen Dr. Anja Theisel, Prof. Margit Berg, Kristina Brune und Eva Mühlbacher.

Dieses Treffen stellt der Ausgangspunkt eines regelmäßigen Austausches über aktuelle Fragen im Zusammenhang mit der Bildung von Kindern mit Beeinträchtigungen dar.

Das Protokoll dieses Austausches finden Sie hier.

 

 

Gespräch des dgs Vorstandes mit MR Sönke Asmussen & RSDin Anna Ensslin

 

Der dgs-Vorstand, vertreten durch Dr. Anja Theisel (1. Vorsitzende), Kristina Brune (2. Vorsitzende) sowie Prof. Dr. Margit Berg (Hochschulreferentin) traf sich am 7.12. im Kultusministerium mit Ministerialrat Sönke Asmussen, der Ende Januar 2021 in den Ruhestand tritt, und Anna Ensslin zu einem ‚Abschiedsgespräch‘.

 

Die Inhalte können hier eingesehen werden.

 

 




Vorstandssitzung 2020

Der dgs-Vorstand der Landesgruppe Baden-Württemberg hat am 17.10.2020 in Löwenstein getagt.

Impressionen des Treffens sowie das Protokoll finden Sie hier.





Der Tätigkeitsbericht der Landesgruppe 2020

Hier können Sie den Tätigkeitsbericht der dgs entnehmen (10.07.2020)



Rückblick auf das Webinar mit Frau Dr. Reber

Am 15. Mai 2020 fand die Fortbildung „Sprach- und Schriftsprachförderung mit digitalen Medien – Ideen zum Einsatz im Unterricht“ mit Frau Dr. Karin Reber statt. Aufgrund des coronabedingten Abstandsgebotes wurde die Fortbildung kurzfristig als Webinar angeboten.

Unter welchen Bedingungen digitale Medien die Sprachförderung im Unterricht bereichern können und welche Prinzipien dabei gelten sollten, behandelte Frau Dr. Reber im ersten Teil der Fortbildung. Dazu präsentierte sie eine große Auswahl an methodischen und inhaltlichen Ideen aus der Praxis.

Im zweiten Teil stellte Frau Dr. Reber das Konzept der „Adaptable Books“ vor und zeigte anhand zahlreicher Beispiele aus dem Unterricht, wie digitale Bücher (z.B. mit der App „Book Creator“) erstellt und verändert werden können, um sie für die Sprachförderung sinnvoll zu nutzen.

Die große und vielseitige Auswahl an Beispielen machte Mut und Lust, digitale Medien vermehrt im eigenen Unterricht auszuprobieren, egal in welcher Klassenstufe.

Trotz der veränderten Rahmenbedingungen war das Interesse an der Veranstaltung sehr groß. Herzlichen Dank an Frau Dr. Reber sowie an alle TeilnehmerInnen für die Bereitschaft, diese digitale und für viele neue Form der Fortbildung auszuprobieren.




14/11 2019:
Protokoll des Treffens der Verbände BHD, dgs und VBS

Protokoll des Treffens der Verbände BDH, dgs, VBS mit der Leitung des ZSL Dr. Thomas Riecke-Baulecke sowie der Leitung des Referates 34 Sonderpädagogik Thomas Stöppler
 
Nach einer kurzen Vorstellungsrunde hatten die  Vorsitzenden der Landesverbände Ulrike Bauer-Murr (VBS), Christiane Stöppler (BDH) sowie Dr. Anja Theisel (dgs) die Gelegenheit, das Selbstverständnis und die Arbeit der sonderpädagogischen Fachverbände in  Baden-Württemberg kurz vorzustellen. Alle drei Fachverbände sind darüber hinaus bundesweit organisiert.
VBS: Mit 6 SBBZ mit Internat in freier Trägerschaft (kirchliche Trägerschaft) und 6 öffentlichen SBBZ teilweise mit Internat in B-W ist der Förderschwerpunkt Sehen der zahlenmäßig kleinste Bereich.  Überregionalität, hohe Spezifik, Arbeit über alle Bildungsgänge und verschiedene Schularten hinweg (höchster Bildungsabschlüsse an einem SBBZ Sehen ist Berufskolleg, blinde und sehbehinderte Schüler im Gymnasium werden über den  SOPÄDIE begleitet) sind Merkmale. Alle SBBZ Sehen bieten mehrere Bildungsgänge an.
Wesentlich ist der sonderpädagogische Dienst (650 in B.-W.): Beratung der Lehrkräfte und Unterstützung der Schüler, wenige Schüler sind inklusiv beschult (45 in B-W, Gruppenlösungen gibt es aufgrund der kleinen Zahl nicht); Verortung der sonderpädagogischen Dienste an den SBBZ ist wichtig für die Qualität und die fachliche Weiterentwicklung, die Medienberatungszentren an den SBBZ übernehmen bei der Festlegung von Standards und Koordinierung von Prüfungen und Weiterentwicklung im Bereich Digitalisierung eine wichtige Aufgabe.
BDH: Die Angebotsstrukturen im Förderschwerpunkt Hören in Baden-Württemberg sind vergleichbar denen des Förderschwerpunktes Sehen. Auftrag der 3 Fachverbände ist die Sicherung der Fachlichkeit im Unterricht und insbesondere auch in den sonderpädagogischen Handlungsfeldern (Frühförderung, Pädagogische Audiologie (Hören), sonderpädagogische Dienste (u.a. Nachteilsausgleiche), Übergang Schule - Beruf, Ausgestaltung der Lernumgebung etc.), d.h. Begleitung über die schulische Laufbahn hinweg an allen Lernorten; es gilt, interdisziplinäre Netzwerke fachlich auszugestalten
dgs: Alle Fachverbände legen besonderen Wert auf ein qualitativ hochwertiges Fortbildungsangebot, das fachspezifische Fragestellungen thematisiert und am aktuellen Forschungsstand orientiert ist. Die Verbände beteiligen sich bei der Weiterentwicklung des Fortbildungskonzepts und bringen ihre Expertise ein. Für sprachbeeinträchtigte Kinder ist die Unterrichtsqualität von besonderer Bedeutung, da hier  deren spezifischen Bedürfnisse Berücksichtigung finden müssen. Allein additive Angebote wie Logopädie o.ä. reichen nicht aus, um dem Bildungsanspruch gerecht zu werden. Auch eine konsequente diagnostische Begleitung der Entwicklung ist bedeutsam.
 
Wichtige Ziele der Arbeit der Fachverbände ist die Sicherung der Fachexpertise in den jeweiligen Förderschwerpunkten an allen Lernorten. Deshalb bringen sich die Verbände aktiv in bildungspolitische Prozesse ein, wenn systemische Veränderungen anstehen (Inklusion, Qualitätskonzept Baden-Württemberg etc.).  Sie suchen zum Beispiel im Rahmen Parlamentarischer Abende regelmäßig den Dialog mit den Politikern aller Parteien.
Wichtige Aspekte dabei sind
•    die Sicherung des Nachwuchses in den einzelnen Fachrichtungen: Es gibt z.B. Länder, in denen es keine Ausbildung mehr in den einzelnen Fachrichtungen gibt, so bildet bspw. Bremen keine Lehrkräfte in der Fachrichtung Sprache mehr aus, was dazu führt, dass die Expertise in den Schulen verloren geht. Die bundesweite Initiative des BDH bei der KMK  bemüht sich um ausreichende Ausbildungsplätze für alle Bundesländer (derzeit 5 Standorte). Im Bereich Sehen wird in Bayern ein neues Studienangebot aufgebaut.
•    die Sicherung der Fachexpertise in der Ausbildung, um Unterrichtsqualität zu sichern; Standards in der Ausbildung sind wesentlich sowie bundesweite Vernetzung. Dies gelingt auf Verbandsebene durch regelmäßige Treffen der Landesvorsitzenden sowie aktive Arbeitsgruppen zu einzelnen Arbeitsbereichen
•    die Wissenschaftsorientierung, nicht nur bezogen auf die Unterrichtsfächer, sondern bezogen auf die sonderpädagogischen Fachrichtungen, weshalb eine enge Kooperation mit den Hochschulen wichtig ist (auch innerhalb der Verbände sind die Hochschulangehörigen wesentliche Vertreter; es gibt regelmäßig gemeinsame Fachtage).
Positiv betrachten die Fachverbände, dass die geplanten Fachteams mit dem Ziel der Qualitätsentwicklung auch auf Ebene der sonderpädagogischen Fachrichtungen und der sonderpädagogischen Handlungsfelder eingerichtet werden sollen. Auch für einzelne Unterrichtsfächer (Deutsch und Mathematik) bietet sich zumindest  die Einrichtung in Form von Expertengruppen an, die sich bei Bedarf an die Fachteams der Unterrichtsfächer andocken können. Dr. Riecke-Baulecke informiert, dass auch Fachteams zu den querliegenden Bereichen der Bildungspläne wie Demokratieerziehung, BNE, Digitalisierung etc. geplant sind. Nicht in allen Bereichen ist eine Regionalisierung sinnvoll und nötig.

Der Unterrichtsbeobachtungsbogen, der entwickelt wird, sollte aus Sicht der Fachverbände immer auch den Fokus auf die Didaktik der sonderpädagogischen Fachrichtungen und nicht allein die Unterrichtsfächer in den Blick nehmen. Herr Dr. Riecke-Baulecke sichert eine sonderpädagogische Beteiligung zu und betont, dass der Bogen nicht zum Messen des Schulerfolgs dienen und damit Vergleiche zwischen den Schularten ermöglichen soll, sondern der Veränderung des spezifischen Blicks der Lehrkräfte auf Unterricht. Im Fokus sollen Qualitätsmerkmale wie die kognitive Aktivierung der einzelnen Schülerinnen und Schüler stehen. Dieser Blick ist auch den Fachverbänden sehr wichtig. Gelingende Bildungsprozesse sollten im Mittelpunkt stehen, der Blick auf das, was bei den Schülern passiert gerichtet sein (wie z.B.  beim Marte Meo- Konzept der Blick auf der Interaktion  zwischen Lehrkräften   und Kindern im Fokus steht). Entscheidend ist in der Sonderpädagogik nicht die Abschlussorientierung, sondern die Anschlussorientierung: Gelingt es, den  Schülerinnen und Schülern mit gestärkter Identität und Selbstbewusstsein eine berufliche Ausbildung oder Erwerbstätigkeit zu ermöglichen und so eine Teilhabe am beruflichen und  gesellschaftlichen Leben!? Das ist weitaus wichtiger als aktuell gute Noten in der Schule.

 

In den geplanten Digitalisierungsprozessen am ZSL sollten  Qualitäten, die das analoge Vorgehen hat, im Blick behalten werden. Dies wurde am Beispiel des Zuweisungsverfahrens für die Ausbildung in der zweiten Phase der Lehrerbildung verdeutlicht und dargestellt. Die Fachverbände sehen gleichwohl in der Weiterentwicklung von Digitalisierungskonzepten im Bereich der Lehrerbildung vor allem auch in der Sonderpädagogik große Chancen für hochwertige Bildungsprozesse.

 

 

 


 

 

04/11 2019:
SprachHeilbronner Tage 2019









Die Präsentationen der Vorträge finden Sie hier.

 

Am 11.und 12. Oktober 2019 fanden in der Lindenparkschule in Heilbronn die nun 10. Sprachheilbronner Tage statt.
Mit mehr als 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmern war das Interesse an den abwechslungsreichen und versierten Fachvorträgen wieder sehr groß.

Dr. Margit Berg, PH Ludwigsburg, eröffnete am Freitag mit dem Vortrag „Mehrsprachige Kinder mit Sprachentwicklungsstörungen“. Der Schwerpunkt lag dabei auf der Förderung von Kindern mit Sprachentwicklungsstörungen, welche zugleich mehrsprachig sind. Frau Berg zeigte Erfolge der Sprachtherapie in den Bereichen Aussprache, Grammatik und Wortschatz auf. So lautete ihre Botschaft eindeutig „Kopf hoch“ statt „Finger weg“.
Dr. Carina Lüke, Uni Paderborn, machte in ihrem Vortrag „Ich zeig dir, was das heißt“ die Bedeutung einer Unterstützung des unterrichtlichen Handelns mit Gestik und Mimik für Kinder mit Anspruch Sprache deutlich. Eine konsequente, strukturierte gestische Begleitung sprachlicher Äußerungen durch die Lehrperson hat einen positiv nachhaltigen Einfluss auf den Wortschatzerwerb.
Nach der Mittagspause setzte Dr. Stephanie Riehemann, Uni Köln, die überaus fundierten Fachvorträge mit ihrem Vortrag „Das Baum, die Hase, der Auto“ fort. Sie stellte die Bausteine einer strategieorientierten Genustherapie vor, welche im nächsten Jahr veröffentlicht wird.
Den Freitag beschloss Jana Jungjohann mit ihrem Beitrag „Formative Diagnostik von Lesekompetenzen“, in dem sie unter anderem den Nutzen von Lernverlaufskurven darstellte.
Im Anschluss fand um 18.00 Uhr die Mitgliederversammlung statt. Der bisherige Vorstand wurde einstimmig wiedergewählt und Felicitas Kühne konnte als neue Beisitzerin gewonnen werden. Der überaus gelungene erste Tag fand seinen harmonischen Abschluss beim gemeinsamen Ausklang in einer Heilbronner Weinstube.

Den Samstag eröffnete Belinda Fuchs vom Sprachheilzentrum Meisenheim mit dem Thema „Wie mach' ich es richtig? - Elemente zur Gestaltung pädagogischer Handlungsfelder von Kindern und Jugendlichen mit selektivem Mutismus“. Die Hintergründe für mutistisches Verhalten, die verschiedenen Ausbildungsformen des selektiven Mutismus sowie die therapeutischen Handlungsmöglichkeiten im unterrichtlichen und schulischen Kontext halfen, diese Kinder und Jugendlichen ganz anders zu verstehen, und zeigten neue Horizonte auf.
Der Vortrag von Prof. Dr. Christina Kauschke, Uni Marburg, rundete die Sprachheilbronner Tage ab. Sie referierte über „Worterwerb und Wortverarbeitung im Entwicklungsverlauf“. Dabei wurde deutlich, dass Konkreta wesentlich einfacherzu erwerben sind als Abstracta und insbesondere der Erwerb von Emotionswörtern bei Beeinträchtigungen  der Unterstützung bedarf
Die lehrreichen und motivierenden Fortbildungstage waren rückblickend ein großer Erfolg. Dazu trug insbesondere das Team der Lindenparkschule bei, das für die kulinarische Versorgung sicherstellte.
Dank vieler Rückmeldungen sowie der Evaluation können neue Anregungen in zwei Jahren aufgegriffen werden.

 

 

 



23/03 2019:
Protokoll des Parlamentarischen Abends - 20.02.2019

Wie in jedem Jahr fand ein Treffen der dgs und der anderen sonderpädagogischen Fachverbände mit den Parlamentariern des baden-württembergischen Landtags statt.

Thema war in diesem Jahr das Qualitätskonzept für Schulen in Baden-Württemberg mit der Einrichtung von ZSL und IBBW.

Das Protokoll können Sie nachstehend lesen.








23/02 2016:
Stellungnahme der Landesgruppe BaWü

zur Verordnung des Kultusministeriums über die Feststellung und Erfüllung des Anspruchs auf ein sonderpädagogisches Bildungsangebot 

 

 





Verortung von Sonderpädagogen in inklusiven Beschulungskontexten

Der Verband für Blinden- und Sehbehindertenpädagogik (VBS) und die Deutsche Gesellschaft für Sprachheilpädagogik (dgs) in Baden-Württemberg haben ein gemeinsames Positionspapier herausgebracht, das die notwendige Verortung und personalrechtliche Zuordnung von Sonderpädagogen im Rahmen inklusiver Beschulungskontexte an den sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren erörtert.








Reutlinger Erklärung zum Studiengang Sonderpädagogik in Baden-Württemberg

Am Samstag, den 20.07.2013 fand unter Beteiligung der dgs in Reutlingen ein Fachtag zu den Vorschlägen der Expertenkommission zur Lehrerbildung statt. Nach einem interessanten Grundsatzreferat von Prof. Ahrbeck aus Berlin zum Thema 'Inklusion - Lehrerbildung ohne Sonderpädagogik?' nahmen Vertreter der Fachrichtungen aus fachlicher Sicht Stellung zu den Vorschlägen.
Anschließend bezogen die einzelnen Verbände Position. Die Reutlinger Erklärung konnte mit großer Mehrheit verabschiedet werden
Wer für den Erhalt eines eigenständigen Studiengangs Sonderpädagogik eintritt und gegen die Zusammenlegung der Fachrichtungen Sprache, Lernen und sozial-emotionale Entwicklung in der Ausbildung, d.h. für die Möglichkeit, jede Fachrichtung einzeln als Schwerpunkt zu wählen, der kann unter folgendem Link sein Votum abgeben.

 

http://vds.gch.de/grafstat/formulare/votum_re.htm

 

Geben Sie Ihr Votum ab.

 



Presseerklärungen zur Fachtagung Inklusion und Lehrerbildung

Inklusion: Spezialisierungen nicht infrage zu stellen des Reutlinger GEA vom 29.07.2013 7:00

 

Presseerklärungen zur Fachtagung Inklusion und Lehrerbildung vom 26.07.2013

der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg (Fakultät für Sonderpädagogik)

 

Einrichtungen nicht in Frage stellen der Südwestpresse vom 03.07.2013





"Sonderpädagogen schlagen Alarm - Experten gegen Abschaffung des Studiengangs"

Am 7. Mai 2013 erschien in der Heilbronner Stimme ein Artikel von Gertrud Schubert im Interview mit der dgs-Landesvorsitzenden Baden-Württembergs Anja Theisel zum Thema Lehrerbildung.






POSITIONSPAPIER zu den Empfehlungen der Expertenkommission zur Weiterentwicklung der Lehrerbildung in Ba-Wü


 

Sie können sich das Positionspapier der dgs zu den Empfehlungen der Expertenkommission zur Weiterentwicklung der Lehrerbildung in Baden-Württemberg vom 21.03.2013 herunterladen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Onlineversion des Bildungsplans "Schule für Sprachbehinderte"

 

Die Onlineversion des Bildungsplans der Schule für Sprachbehinderte ist abrufbar. 

 

 

 

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