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Mittwoch, den 03.11.2010 11:23

Alter: 12 Jahr(e)

Von: Dr. Wilma Schönauer-Schneider


Konzeptentwurf: „Zur Umsetzung eines inklusiven Bildungswesens im Sinne des Art. 24 VN-BRK“ - Diskussion der Verbände im Ministerium für Unterricht und Kultus am 18.10.2010


Die dgs war am 18.10.2010 von 10-13 Uhr ins Bayerische Ministerium für Unterricht und Kultus eingeladen, um ihre Position zur Umsetzung der Inklusion in Bayern vertreten zu können. Das Positionspapier der Landesgruppe Bayern sowie der Bundes-dgs wurden dem Ministerium bereits vorgelegt.


Als Vorstandsmitglied nahm Dr. Wilma Schönauer-Schneider an der Sitzung teil. Zunächst wurden die Eckpunkte des Konzepts erläutert. MD Josef Erhard beschrieb die Inklusion als gemeinsame Aufgabe mit dem Ziel einer umfassenden Persönlichkeitsentwicklung, so dass alle Schülerinnen und Schüler einen Schulabschluss entsprechend ihrer individuellen Möglichkeiten erhalten. Es wird an der Vielfalt der Organisationsformen festgehalten. Der bayerische Weg besteht in der Inklusion durch Kooperation mit einer engen Zusammenarbeit der Professionen.

 

Kritisch wurde angemerkt, dass im Konzeptpapier auch „sonstiges Personal für heilpädagogische Unterrichtshilfe“ als Zweitkraft in der Kooperationsklasse vorgesehen ist. Dies wurde im Sinne der Qualitätssicherung als problematisch benannt. Der Stellenwert der Förderzentren als subsidiäre, temporäre und alternative Lernorte wird betont, jedoch im Konzeptpapier sehr vage formuliert. Die Lehrerinnen und Lehrer aller Schularten sollen sonderpädagogische Grundkenntnisse erhalten, die konkrete Umsetzung steht hierfür jedoch noch aus.


Anschließend wurden von den Fachbereichsleitern Konzepte zur Inklusion im Bereich Gymnasium (v.a. Nachteilsausgleich; Außenklassen), Berufs-/Realschule (v.a. Außenklassen, viele Budgetstunden) und Grund-/Hauptschule (v.a. sonderpädagogische Inhalte in der Ausbildung) vorgestellt.


Generell ist die Umsetzung des Konzepts abhängig von den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und den finanziellen Möglichkeiten des Freistaats. Dieser Aspekt (im Sinne mangelnder Ressourcen) kam in der Diskussion wiederholt zur Sprache und wird weiter von hoher Bedeutung sein.


Der Behindertenbeauftragte sowie einige andere Verbandsvertreter waren enttäuscht vom Konzeptentwurf, da er ihrer Meinung nach zu wenig weit reicht. Es waren sehr viele Verbandsvertreter anwesend, so dass nur einige zu Wort kommen konnten.

 

Wilma Schönauer-Schneider